Friedrichskoog-Spitze

Die Entwicklung im Ortsteil Spitze beinhaltet Maßnahmen zur Attraktivierung des Trischendamms, des Hauptbadestrandes sowie der Neuausrichtung der Sport- und Spielplätze. Dazu gehören auch Verschönerungsmaßnahmen, wie beispielsweise die Vereinheitlichung der am Deich bestehenden Sitzbänke, Abfallbehälter und Lampen.

Die Umgestaltung des Hauptbadestrandes (z.B. Einrichtung einer Naturpromenade oder einer großen "Sandkiste") wird im Zuge der allgemeinen Deichbaumaßnahme ab 2021 aufgegriffen. Das Herstellen eines Rundwanderweges mit Naturerlebnisstationen zum Thema Wattenmeer ist für das zweite Halbjahr 2019 angedacht und ist ebenfalls Teil der Attraktivierungsmaßnahmen in Spitze.

Im Folgenden sind die aktuellen Sachstände zu den einzelnen Maßnahmen aufgeführt. Sollten Sie Fragen oder Anregungen zur Weiterentwicklung haben, dann freuen wir uns über Ihre Rückmeldung.


Deichverstärkung und touristische Attraktivierung des Hauptbadestrandes

Bei der Deichverstärkung handelt es sich um eine notwendige Küstenschutzmaßnahme, die voraussichtlich ab 2021 vom Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) umgesetzt wird. Auf der Informationsveranstaltung für Einwohner im Februar 2017 wurde der aktuelle Sachstand des LKNs vorgestellt. Dabei wurde erklärt, dass ein Deichabschnitt von ca. 2 km Länge zu verstärken ist. Da die Verstärkung innerhalb der Deichbasis erfolgen wird, ist mit keiner bzw. einer sehr geringen Auswirkung auf die Anwohner zu rechnen. Die Bauphase wird voraussichtlich zwei Jahre dauern. Weitere Informationen zur Deichverstärkung finden Sie hier.

Für alle touristischen Attraktivierungsmaßnahmen entlang des Deichs ist die Gemeinde zuständig. Dies beinhaltet beispielsweise die Herstellung barrierefreier Aufgänge und die Schaffung öffentlicher touristischer Infrastruktur wie z.B. Veranstaltungsflächen oder einer Kindersandkiste. Das bedeutet, dass für die Planung und spätere Umsetzung der touristischen Deichinfrastruktur ein Planungsbüro benötigt wird, das wiederum mit dem Planer des LKNs zusammenarbeiten, um so zu gewährleisten das die küstenschutzfachlichen und touristischen Planungen ineinandergreifen. Ende 2018 wurde Bruun & Möllers Landschaften, ein Planungsbüro das auf Garten- und Landschaftsplanung bis hin zu hochbaulichen Aufgaben spezialisiert ist, von der Gemeindevertretung für die Planung und spätere Umsetzung der touristischen Deichinfrastruktur ausgewählt. Die für die touristische Planung und deren Umsetzung benötigten finanziellen Mittel müssen von der Gemeinde eingeplant und bereitgestellt werden.  

Ein in 2010 erstelltes „Konzept zur Attraktivitätssteigerung des Badestrandes der Gemeinde Friedrichskoog“ sowie eine von der Gemeindevertretung beschlossene Ideensammlung bilden die Grundlage für die in 2019 anstehenden weiteren Planungen. Eine im März 2017 gegründete Arbeitsgruppe (bestehend aus Vertretern des Ausschusses für touristische Angelegenheiten, den Fraktionsvorsitzenden und dem Umsetzungsmanagement) hatte die Deichverstärkungsmaßnahmen in Büsum und Nordstrand besichtigt und sich mit Herrn Oelerich (Leiter des LKNs) und Herrn Lütje (Bürgermeister in Büsum) getroffen. Die bei den Terminen gesammelten Ideen und Informationen wurden auf einer Klausurtagung der Gemeindevertreter und des Ausschusses für touristische Angelegenheiten Anfang Juli 2017 zusammengetragen und mit denen im Konzept aufgeführten Vorschlägen abgeglichen. Das daraus entstandene Dokument bildet die Grundlage für die Ausschreibung eines Planungsbüros und ist hier einsehbar. Das Ausschreibungsverfahren wurde inzwischen abgeschlossen, sodass davon auszugehen ist, dass das Büro mit den Planungen im März 2019 beginnen kann.


Attraktivierung des Trischendamms

Die Gemeindevertretung hat sich im Rahmen des touristischen Entwicklungskonzeptes für die Attraktivierung des Trischendamms ausgesprochen. Dies beinhaltet beispielsweise die Herstellung eines barrierefreien Weges sowie Möglichkeiten des Verweilens und des Naturerlebens.

Aktueller Sachstand (Mai 2019)

Voraussetzung für die Stellung eines Förderantrages ist eine nach der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) festgelegte und durch ein Planungsbüro erstellte Entwurfsplanung. Dafür wurde 2018 /2019 eine EU-weite Ausschreibung durchgeführt und Bruun & Möllers Landschaften für die Planungen und spätere Umsetzung ausgewählt. Der Förderantrag (in unvollständiger Ausführung) muss bis Anfang Juli 2019 bei dem Fördergeldgeber eingereicht werden.

Durch diese zeitliche Vorgabe wurde kurzfristig eine Arbeitsgruppe eingerichtet und eine neue Ideenskizze durch das Planungsbüro Bruun & Möllers im April 2019 erstellt. Von Beginn an fand das Konzept großen Anklang bei der Arbeitsgruppe, bestehend aus dem Bürgermeister, Vertretern des Amtes Marne-Nordsee und der Fraktionen, dem Planungsbüro und dem Umsetzungsmanagement.

Mitte Mai fand ein erstes Klärungsgespräch mit Birgit Matelski (Direktorin LKN.SH) und Dr. Detlef Hansen (Leiter Nationalparkverwaltung) statt, um die Genehmigungsfähigkeit der neuen Ideenskizze überprüfen zu lassen. Insgesamt wurde der neue Entwurf sehr positiv aufgenommen, v.a. da der Erhalt der Ursprünglichkeit des Trischendamms und das Naturerlebnis im Mittelpunkt steht. Bedenken wurden hinsichtlich der angedachten abzweigenden Stege mit kleinen Plattformen und dem Beleuchtungskonzept geäußert. Für ersteres wird zurzeit an einer genehmigungsfähigen Lösung gearbeitet.

Der Gemeindevertretung und der Öffentlichkeit wurde die Ideenskizze auf der 13. Sitzung am 15.5.2019 vorgestellt und von der Gemeindevertretung einstimmig beschlossen. Damit darf der Förderantrag inklusive der dafür benötigten Unterlagen erstellt werden.

Weitere Abstimmungsgespräche sind  hinsichtlich der möglichen Förderquote und der Genehmigungsfähigkeit der Stege geplant. Das aktuelle Konzept ist hier einsehbar.

Entwicklung des Projektes Trischendamm bis 2018

Im Frühjahr 2016 ergab sich die Möglichkeit, EU-Fördergelder für die Attraktivierung des Trischendamms zu akquirieren. Deswegen wurde eine Bewerbungsskizze bei dem Förderprogramm „Integrierte Territoriale Investitionen - Tourismus- und Energiekompetenzregion Westküste“ eingereicht. Die Bewerbungsskizze gewann bei dem mehrstufigen Auswahlverfahren die erste Stufe, den Ideenwettbewerb, sodass dadurch die Gemeinde berechtigt ist einen Förderantrag zu stellen.

Ende 2016 fanden erste Treffen mit Dr. Oelerich (LKN.SH) und Dr. Hansen (LKN.SH) sowie mit Herrn Balsmeier (Bürgermeister SPO) und Herrn Koch (Baumamtsleiter der Gemeinde SPO) statt, um weitere nützliche Informationen bzgl. der Planungen für den Trischendamm zu erhalten. Der LKN riet beispielsweise die Baugrenzen einzuhalten, da das Projekt andernfalls nicht genehmigungsfähig wäre. Von der Gemeinde St. Peter Ording gab es Hinweise zu der Einbindung der Naturschutzverbände und zur Finanzierung der Strandbrücke in St. Peter.

Um sich einen besseren Eindruck bzgl. der Gestaltung und der möglichen Kosten zu machen, beauftragte die Gemeinde Anfang 2017 den freien Landschaftsarchitekten Jörn Wagner mit der Erstellung einer Ideenskizze und einer ersten Kostenschätzung. Beides wurde der Gemeindevertretung auf ihrer 39. Sitzung vorgestellt und zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Ideenskizze diente zudem als Diskussionsgrundlage mit dem LKN. In einem weiteren Gespräch mit Dr. Oelerich und Dr. Hansen wurde die Skizze insgesamt als genehmigungsfähig eingestuft, jedoch mit dem Hinweis, dass in der Detailplanung einige Punkte, wie z.B. die letzte Plattform, das Thema Beleuchtung, die bebauten Wattflächen durch Pfähle und die Beschattung der Seebrücke aufs Watt, diskutiert werden müssten.

Zusätzlich zur Gesamtbaumaßnahme, dessen Umsetzung sicherlich noch einige Jahre dauern wird, war es der Gemeinde ein Anliegen bereits jetzt ein Objekt am Ende des Trischendamms aufzustellen, das den Besucher motiviert auch mehrmalig bis zum Ende des Damms zu gehen. Deswegen wurde im Herbst 2017 ein Ideenwettbewerb ausgerufen (weitere Informationen zum Ideenwettbewerb). Die Gewinneridee ist eine sich im Anflug befindliche Möwe auf mehreren Dalben. Die Skulptur sollte bis zum Sommer 2018 gebaut und aufgestellt werden. Aufgrund fehlender Planungsunterlagen zum Trischendamm wurde Mitte 2018 deutlich, dass die Erstellung der benötigten Unterlagen (u.a. Nachweis über die Auftriebssicherheit) für den Erhalt einer Genehmigung durch den LKN die eingeplanten Ausgaben für die Maßnahme bei weitem übertreffen würden. Daher entschied sich die Gemeindevertretung dafür, die Skulptur in die Attraktivierung des Trischendamms zu integrieren, da für diese Maßnahme ähnliche Genehmigungen benötigt werden. Inzwischen entstand die Idee, die Skulptur in den zu entstehenden Rundwanderweg mit seinen Naturerlebnis-Stationen zum Thema Wattenmeer in Friedrichskoog-Spitze zu integrieren. Darüber soll auch signalisiert werden, dass die Interessen aus der Bevölkerung ernst genommen werden. Die Lenkungsgruppe zur touristische Neuausrichtung der Gemeinde unterstützt diese Idee. Nun liegt es an der Gemeindevertretung eine finale Entscheidung zu treffen.


Rundwanderweg

Mit dem Ziel einen sicher begehbaren und touristisch attraktiven Rundwanderweg in Friedrichskoog-Spitze zu schaffen, wurde von der Arbeitsgruppe des Ausschusses für touristische Angelegenheiten eine erste Konzeptidee erstellt. Der Rundwanderweg soll sich über eine Länge von ca. 4 km erstrecken und von der Nordseestr. über den Strand- und Parallelweg zurück zur Nordseestr. verlaufen. Der Rundwanderweg wird mit Naturerlebnisstationen bestückt sein, die sich inhaltlich mit dem Nationalpark und dem Weltnaturerbe Wattenmeer beschäftigen. Beispielsweise sollen Themen wie Müll im Meer, Artenvielfalt und Schutz des Wattenmeeres sowie Tourismus und Regionalentwicklung aufgegriffen und dem Besucher spielerisch über interaktive Elemente und Informationstafeln vermittelt werden.

Da ab 2018 eine neue Fördermöglichkeit lokaler und regionaler natur- und raumbezogener Infrastrukturen mit touristischem Bezug über ELER-Mittel bestand, beschloss die Gemeindevertretung auf ihrer 47. Sitzung im November 2017 einen entsprechenden Förderantrag bis Mitte Februar 2018 stellen zu lassen. Der Förderantrag sowie die dazugehörige Machbarkeitsstudie wurde vom Umsetzungsmanagement erstellt und eingereicht. Im Juni wurde die Förderung des Rundwanderweges durch das Kabinett offiziell verkündet. Die benötigten Genehmigungen erhielt die Gemeinde Ende 2018, sodass im Januar 2019 der Förderbescheid vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) ausgestellt werden konnte. Im nächsten Schritt konnten die beiden Ausschreibungen erfolgen, die eine für die Herstellung des Rundwanderweges, die andere für die Planung und den Bau der Naturerlebnisstationen. Ziel ist es, den Weg 2019 herzustellen und ihn dann in 2020 mit den Naturerlebnis-Stationen auszustatten. 


Weltnaturerbe Achtern Diek

Die Uni Gießen hatte gemeinsam mit der Gemeinde ein Rahmenkonzept für eine Minigolf Adventure Anlage entwickelt, das von den Gemeindevertretern 2012 beschlossen wurde. Kurzfristig ergab sich im Oktober 2016 die Möglichkeit über die Investitionsbank Schleswig-Holstein, EFRE-Fördermittel für die Umsetzung solch einer Anlage zu akquirieren. Da Minigolfanlagen jedoch grundsätzlich nicht förderfähig sind, jedoch das Konzept (ein neues Naturerlebnisangebot zu schaffen, um das Weltnaturerbe Wattenmeer erlebbar zu machen und in Wert zu setzen) hervorragend zu den Förderkriterien passte, bot sich die Uni Gießen an, das bestehende Konzept kurzfristig anzupassen. Auf Grundlage dessen erstellte ein Planungsbüro ein räumliches Konzept und führte eine erste Kostenschätzung durch (Gesamtkosten von ca. 1.680.000,-€ netto). Somit konnte zum 31. Oktober 2016 eine Bewerbungsskizze bei der Investitionsbank eingereicht werden.

Die eingereichte Ideenskizze "Weltnaturerbe Achtern Diek" der Gemeinde Friedrichskoog beim Förderwettbewerb "Natur- und Kulturerlebnis Schleswig-Holstein" wurde von der Fachjury für die zweite Phase des Wettbewerbs empfohlen und wäre somit berechtigt, einen Antrag auf Förderung durch das Landesprogramm Wirtschaft zu stellen. Die Gemeindevertretung entschied daraufhin auf ihrer 39. Sitzung eine Machbarkeitsstudie erstellen zu lassen. Diese sollte als Entscheidungshilfe dienen, ob die Umsetzung der Projektidee und somit die Beantragung von Fördermitteln weiterverfolgt werden soll.

Im Juli 2017 wurde im Rahmen der 44. Sitzung der Gemeindevertretung das Ergebnis der Machbarkeitsanalyse vorgestellt und diskutiert. Die Machbarkeitsstudie war von inspektour auf Beschluss der Gemeindevertretung erstellt worden. Das Ergebnis zeigte, dass es sich bei der Projektidee um ein Zusatzgeschäft für die Gemeinde handeln würde - sowohl bezüglich der laufenden Kosten, als auch der Investitionskosten. Letztendlich fasste die Gemeindevertretung den Beschluss die Projektidee vorerst abzulehnen. "Vorerst" deswegen, da die Projektidee insgesamt und die einzelnen Stationen auf positive Resonanz bei der Gemeindevertretung gestoßen waren, jedoch die Finanzierung zurzeit nicht gegeben ist.

Deswegen entschied die Gemeindevertretung, dass sich die Lenkungsgruppe zur touristischen Neuausrichtung der Gemeinde mit unterschiedlichen Nutzungsvarianten für eine Übergangslösung der Fläche beschäftigen solle. Dabei entstand die Idee, eine Parkfläche mit Spiel- und Freizeitgeräten sowie Möglichkeiten des Verweilens anzulegen. Geerkens Gartenbau wurde mit der Erstellung einer Skizze und einer ersten Kostenschätzung beauftragt. Beides wurde der Gemeindevertretung auf ihrer Sitzung Ende März vorgestellt. Dort wurde die grundsätzliche Umsetzung beschlossen, jedoch sollen die Kosten zunächst im Finanzausschuss diskutiert werden. Unabhängig davon wurde der Bürgermeister ermächtigt, die Herstellung einer Drainage zu beauftragen, um die Fläche trocken zu legen.  

Stand: Mai 2019