Friedrichskoog-Spitze

Die Entwicklung im Ortsteil Spitze beinhaltet Maßnahmen zur Attraktivierung des Trischendamms, des Hauptbadestrandes sowie der Neuausrichtung der Sport- und Spielplätze. Dazu gehören auch Verschönerungsmaßnahmen, wie beispielsweise die Vereinheitlichung der am Deich bestehenden Sitzbänke, Abfallbehälter und Lampen.

Die Umgestaltung des Hauptbadestrandes (z.B. Einrichtung einer Naturpromenade oder einer großen "Sandkiste") wird im Zuge der allgemeinen Deichbaumaßnahme ab 2021 aufgegriffen. Die Umgestaltung und Umnutzung der bestehenden Minigolfanlage in einen Informations-, Erlebnis- und Spielepark wird ebenfalls Teil der Attraktivierungsmaßnahmen in Spitze sein.

Im Folgenden sind die aktuellen Sachstände zu den einzelnen Maßnahmen aufgeführt. Sollten Sie Fragen oder Anregungen zur Weiterentwicklung haben, dann freuen wir uns über Ihre Rückmeldung.


Deichverstärkung

Bei der Deichverstärkung handelt es sich um eine notwendige Küstenschutzmaßnahme, die voraussichtlich ab 2021 vom Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) umgesetzt wird. Auf der Informationsveranstaltung für Einwohner im Februar 2017 wurde der aktuelle Sachstand des LKNs vorgestellt. Dabei wurde erklärt, dass ein Deichabschnitt von ca. 2 km Länge zu verstärken ist. Da die Verstärkung innerhalb der Deichbasis erfolgen wird, ist mit keiner bzw. einer sehr geringen Auswirkung auf die Anwohner zu rechnen. Die Bauphase wird voraussichtlich zwei Jahre dauern. Weitere Informationen zur Deichverstärkung finden Sie hier.

Für alle touristischen Attraktivierungsmaßnahmen entlang des Deichs ist die Gemeinde zuständig. Dies beinhaltet beispielsweise die Herstellung barrierefreier Aufgänge und die Schaffung öffentlicher touristischer Infrastruktur wie z.B. Veranstaltungsflächen oder einer Kindersandkiste. Das bedeutet, dass für die Planung und spätere Umsetzung der touristischen Deichinfrastruktur ein Planungsbüro benötigt wird, das wiederum mit dem Planer des LKNs zusammenarbeiten, um so zu gewährleisten das die küstenschutzfachlichen und touristischen Planungen ineinandergreifen. Die für die touristische Planung und deren Umsetzung benötigten finanziellen Mittel müssen von der Gemeinde eingeplant und bereitgestellt werden.  

Ein in 2010 erstelltes „Konzept zur Attraktivitätssteigerung des Badestrandes der Gemeinde Friedrichskoog“ sowie eine von der Gemeindevertretung beschlossene Ideensammlung bilden die Grundlage für die weitere Planung. Eine im März 2017 gegründete Arbeitsgruppe (bestehend aus Vertretern des Ausschusses für touristische Angelegenheiten, den Fraktionsvorsitzenden und dem Umsetzungsmanagement) hatte die Deichverstärkungsmaßnahmen in Büsum und Nordstrand besichtigt und sich mit Herrn Oelerich (Leiter des LKNs) und Herrn Lütje (Bürgermeister in Büsum) getroffen. Die bei den Terminen gesammelten Ideen und Informationen wurden auf einer Klausurtagung der Gemeindevertreter und des Ausschusses für touristische Angelegenheiten Anfang Juli 2017 zusammengetragen und mit denen im Konzept aufgeführten Vorschlägen abgeglichen. Das daraus entstandene Dokument bildet die Grundlage für die Ausschreibung eines Planungsbüros und ist hier einsehbar.


Attraktivierung des Trischendamms

Die Gemeindevertretung hat sich im Rahmen des Touristischen Entwicklungskonzeptes für die Attraktivierung des Trischendamms ausgesprochen. Dies beinhaltet beispielsweise die Herstellung eines barrierefreien Weges in Form einer Seebrücke mit Beobachtungsplattformen und Möglichkeiten des Verweilens.

Im Frühjahr 2016 ergab sich die Möglichkeit, Fördergelder für die Attraktivierung des Trischendamms zu akquirieren. Deswegen wurde eine Bewerbungsskizze bei dem Förderprogramm „Integrierte Territoriale Investitionen - Tourismus- und Energiekompetenzregion Westküste“ eingereicht. Die Bewerbungsskizze gewann bei dem mehrstufigen Auswahlverfahren die erste Stufe, den Ideenwettbewerb, sodass dadurch die Gemeinde berechtigt ist einen Förderantrag zu stellen. Voraussetzung für die Antragsstellung ist eine nach der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) festgelegte Entwurfsplanung erstellt durch ein Planungsbüro.

Ende 2016 fanden erste Treffen mit Dr. Oelerich (LKN.SH) und Dr. Hansen (LKN.SH) sowie mit Herrn Balsmeier (Bürgermeister SPO) und Herrn Koch (Baumamtsleiter der Gemeinde SPO) statt, um weitere nützliche Informationen bzgl. der Planungen für den Trischendamm zu erhalten. Der LKN riet beispielsweise die Baugrenzen einzuhalten, da das Projekt andernfalls nicht genehmigungsfähig wäre. Von der Gemeinde St. Peter Ording gab es Hinweise zu der Einbindung der Naturschutzverbände und zur Finanzierung der Strandbrücke in St. Peter.

Um sich einen besseren Eindruck bzgl. der Gestaltung und der möglichen Kosten zu machen, beauftragte die Gemeinde Anfang 2017 den freien Landschaftsarchitekten Jörn Wagner mit der Erstellung einer Ideenskizze und einer ersten Kostenschätzung. Beides wurde der Gemeindevertretung auf ihrer 39. Sitzung vorgestellt und zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Ideenskizze diente zudem als Diskussionsgrundlage mit dem LKN. In einem weiteren Gespräch mit Dr. Oelerich und Dr. Hansen wurde die Skizze insgesamt als genehmigungsfähig eingestuft, jedoch mit dem Hinweis, dass in der Detailplanung einige Punkte, wie z.B. die letzte Plattform, das Thema Beleuchtung, die bebauten Wattflächen durch Pfähle und die Beschattung der Seebrücke aufs Watt, diskutiert werden müssten. In einem nächsten Schritt muss die Gemeinde nun die Entwurfsplanung für die Beantragung der Fördermittel ausschreiben.

Zusätzlich zur Gesamtbaumaßnahme, dessen Umsetzung sicherlich noch einige Jahre dauern wird, war es der Gemeinde ein Anliegen bereits jetzt ein Objekt am Ende des Trischendamms aufzustellen, das den Besucher motiviert auch mehrmalig bis zum Ende des Damms zu gehen. Deswegen wurde im Herbst 2017 ein Ideenwettbewerb ausgerufen. Die Gewinneridee ist eine sich im Anflug befindliche Möwe auf mehreren Dalben. Die Skulptur soll bis zum Sommer 2018 gebaut und aufgestellt werden. Weitere Informationen zum Ideenwettbewerb


Rundwanderweg

Mit dem Ziel einen sicher begehbaren und touristisch attraktiven Rundwanderweg in Friedrichskoog-Spitze zu schaffen, wurde von der Arbeitsgruppe des Ausschusses für touristische Angelegenheiten eine erste Konzeptidee erstellt. Der Rundwanderweg soll sich über eine Länge von ca. 4 km erstrecken und von der Nordseestr. über den Strand- und Parallelweg zurück zur Nordseestr. verlaufen.
Der Rundwanderweg wird mit Naturerlebnisstationen bestückt sein, die sich inhaltlich mit dem Nationalpark und dem Weltnaturerbe Wattenmeer beschäftigen. Beispielsweise sollen Themen wie Müll im Meer, Artenvielfalt und Schutz des Wattenmeeres sowie Tourismus und Regionalentwicklung aufgegriffen und dem Besucher spielerisch über interaktive Elemente und Informationstafeln vermittelt werden.
Da ab 2018 eine neue Fördermöglichkeit lokaler und regionaler natur- und raumbezogener Infrastrukturen mit touristischem Bezug über ELER-Mittel besteht, beschloss die Gemeindevertretung auf ihrer 47. Sitzung im November 2017 einen entsprechenden Förderantrag bis Mitte Februar zu stellen. Mit einer Rückmeldung des LLURs bzgl. des Förderantrages ist Mitte / Ende April 2018 zu rechnen.


Weltnaturerbe Achtern Diek

Die Uni Gießen hatte gemeinsam mit der Gemeinde ein Rahmenkonzept für eine Minigolf Adventure Anlage entwickelt, das von den Gemeindevertretern 2012 beschlossen wurde. Kurzfristig ergab sich im Oktober 2016 die Möglichkeit über die Investitionsbank Schleswig-Holstein, EFRE-Fördermittel für die Umsetzung solch einer Anlage zu akquirieren. Da Minigolfanlagen jedoch grundsätzlich nicht förderfähig sind, jedoch das Konzept (ein neues Naturerlebnisangebot zu schaffen, um das Weltnaturerbe Wattenmeer erlebbar zu machen und in Wert zu setzen) hervorragend zu den Förderkriterien passte, bot sich die Uni Gießen an, das bestehende Konzept kurzfristig anzupassen. Auf Grundlage dessen erstellte ein Planungsbüro ein räumliches Konzept und führte eine erste Kostenschätzung durch (Gesamtkosten von ca. 1.680.000,-€ netto). Somit konnte zum 31. Oktober 2016 eine Bewerbungsskizze bei der Investitionsbank eingereicht werden.

Die eingereichte Ideenskizze "Weltnaturerbe Achtern Diek" der Gemeinde Friedrichskoog beim Förderwettbewerb "Natur- und Kulturerlebnis Schleswig-Holstein" wurde von der Fachjury für die zweite Phase des Wettbewerbs empfohlen und wäre somit berechtigt, einen Antrag auf Förderung durch das Landesprogramm Wirtschaft zu stellen. Die Gemeindevertretung entschied daraufhin auf ihrer 39. Sitzung eine Machbarkeitsstudie erstellen zu lassen. Diese sollte als Entscheidungshilfe dienen, ob die Umsetzung der Projektidee und somit die Beantragung von Fördermitteln weiterverfolgt werden soll.

Im Juli 2017 wurde im Rahmen der 44. Sitzung der Gemeindevertretung das Ergebnis der Machbarkeitsanalyse vorgestellt und diskutiert. Die Machbarkeitsstudie war von inspektour auf Beschluss der Gemeindevertretung erstellt worden. Das Ergebnis zeigte, dass es sich bei der Projektidee um ein Zusatzgeschäft für die Gemeinde handeln würde - sowohl bezüglich der laufenden Kosten, als auch der Investitionskosten. Letztendlich fasste die Gemeindevertretung den Beschluss die Projektidee vorerst abzulehnen. "Vorerst" deswegen, da die Projektidee insgesamt und die einzelnen Stationen auf positive Resonanz bei der Gemeindevertretung gestoßen waren, jedoch die Finanzierung zurzeit nicht gegeben ist.

Zurzeit werden Ideen diskutiert wie die Fläche in den nächsten Jahren übergangsweise genutzt werden kann, bis eine finale Nutzung der Fläche entschieden ist.